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Schmunzel- und Kuriositätenecke
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Hier gibt es immer mal kleine Kuriositäten, die mir irgendwann bei Durchsicht alter Zeitschriften aufgefallen sind. Es gibt keinen „roten Faden“ oder irgendeine Intention. Es sollen nur (aus heutiger Sicht) amüsante (manchmal vielleicht auch eher nachdenkliche) Randnotizen sein.
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Gar nicht amüsant – Papierknappheit in der Nachkriegszeit
Papier ist knapp... sehr zum Kummer aller Zeitungsleser. Sämtliche Zeitungen und Zeitschriften der britischen Zone müssen deshalb für kurze Zeit etwas kürzer schlanker erscheinen. Auch HÖR ZU ! Wir mußten also umbauen, kürzen, weglassen. Dafür haben wir jetzt aber auch Text auf die Titelseite genommen. Als wir sogar den weißen Rand bedrucken wollten, machten leider – die Druckmaschinen nicht mit. Hoffen Sie mit uns, daß diese Papierkrise bald vorübergeht! Redaktion und Verlag aus: HÖR ZU Nr. 16/1947, S.2 (Gesamtumfang dieser Ausgabe: 8 Seiten)
Nanu – 12 Seiten? Jawohl – HÖR ZU ! tut sich heute einmal dicke. Wir haben nämlich mit unseren 8-Seiten-Ausgaben etwas mehr Papier eingespart, als wir müssen. Das soll Ihnen heute zugute kommen. Deshalb 12 Seiten. Nächstes Mal sind es wieder 8. Hoffentlich aber nicht für lange! Die Redaktion aus: HÖR ZU Nr. 19/1947, S. 2 (Gesamtumfang dieser Ausgabe: 12 Seiten)
Eigentlich hätte HÖR ZU ! auch diesmal wieder 12 Seiten haben sollen. Schon begannen die Maschinen zu laufen – da erhielten wir statt des in der letzten Zeit verdruckten sehr schlechten Papiers wieder weißes. Aber ... in einer Rollenbreite, mit der wir zu unserem Bedauern nur 8 Seiten drucken können. Das nächste Mal wird HÖR ZU ! dafür 16 Seiten haben, damit Sie unseren guten Willen sehen! Verlag und Redaktion aus: HÖR ZU Nr. 26/1947, S. 3 (Gesamtumfang dieser Ausgabe: 8 Seiten)
Ob etwa unsere bayerischen Papierrollen für die 12 Seiten-Ausgabe von kräftigen Männern wie Bierfässer nach Hamburg gerollt werden? Wir müssen es abwarten und Ihnen noch mal eine 8 Seiten-Ausgabe anbieten. Damit Sie aber auf Ihre Kosten kommen, sind es das nächste Mal wieder 16 ! Redaktion und Verlag aus HÖR ZU Nr. 39/1947, S. 2 (Gesamtumfang dieser Ausgabe: 8 Seiten)
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Haben Sie z. B. schon gehört, daß amerikanische Techniker und Wissenschaftler daran denken, künstliche Monde zu erbauen. Nach ihren Berechnungen ist es möglich, den Baustoff für diese etwa 4000 tons schweren Körper mit Hilfe von Raketen an einem beliebigen Punkt außerhalb des Bereiches der Erdanziehungskraft abzuladen. Man will auf diesen künstlichen Monden Stützpunkte für die Weltraumreisen schaffen und durch große Spiegel die ungedämpften Sonnenstrahlen zur Klimaverbesserung auf bestimmte Teile der Erdoberfläche reflektieren. aus: HÖR ZU Nr. 10/1949, S. 15 (in einem Beitrag über „Kristall – Die Zeitschrift für Unterhaltung und Wissen“)
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Wiener Künstler dürfen in Zukunft ein falsches Alter angeben. So bestimmt eine Verordnung, die für Schauspieler und Musiker gilt. Sie können - wenn sie wollen - im Personalausweis ihr Alter um bis zu zehn Jahre heruntersetzen. Eine ganze Anzahl von Schauspielern und vornehmlich Schauspielerinnen, die seit Jahrzehnten im Film wirken, hat von dieser Möglichkeit sofort ausgiebig und dankbar Gebrauch gemacht. aus: HÖR ZU Nr. 47/1949, S. 2 (Rubrik: Klatsch und Tratsch)
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Marilyn Monroe ist zu Probeaufnahmen in Göttingen eingetroffen. Sie soll in dem neuen deutsch-amerikanischen Gemeinschaftsfilm „Love's labour's lost" („Liebesleid und -lust") neben Hardy Krüger die weibliche Hauptrolle spielen. „Ich bin gern in Deutschland, der Heimat Goethes!" erklärte Marilyn. „Mein Urgroßvater mütterlicherseits stammt aus Warendorf bei Münster." aus: HÖR ZU Nr. 13/1954, S. 2 (Rubrik: Klatsch und Tratsch)
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In einem Beitrag über Paul Kuhn in „Hören und Sehen“ Nr. 26/1955, S. 16, heißt es: „Der lustige Rheinländer ist wirklich ein Phänomen auf dem Klavier.“
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Ja, der bekannte US-Filmkomponist Dimitri Tiomkin („12 Uhr mittags“) sagte tatsächlich zur Verleihung seines Musik-Oscars: „Vielen Dank! Besonders für die Herren Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Richard Strauß für ihre freundliche Unterstützung!“ aus: Hören und Sehen Nr. 38/1955, S. 13 (Rubrik: Ja + Nein)
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Marilyn kommt nach Hamburg Gegen Ende des Jahres wird Hollywood-Spitzenstar Nr. 1 neben Joe Dimaggio, Frank Sinatra, Bing Crosby, Nat King Cole und Merle Oberon in der Hamburger Ernst-Merck-Halle auftreten. Der Erlös des Abends – die Künstler verzichten auf jede Gage – fließt dem „Hilfsfonds für notleidende Kinder aus aller Welt“ zu. aus: Hören und Sehen Nr. 40/1955, S. 13 [In der Zeitschrift war zwar noch ein kleines Bild dieser Marilyn, aber auf die Angabe eines Nachnamens (z.B. Monroe) wurde völlig verzichtet. Das ist dann wohl echte Popularität.]
Nein, das geplante Deutschland-Gastspiel Sinatra, Monroe, Crosby findet nicht Silvester statt, sondern 8 Wochen später. Wenn es sich bis dahin nicht ändern sollte... aus: Hören und Sehen Nr. 1/1956, S. 13 (Rubrik: Ja + Nein)
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Ja, in der Schweiz leben (relativ gesehen) die meisten Geisteskranken. Mit den Ausländern zusammen: 11.186 aus: Hören und Sehen Nr. 2/1956, S. 13 (Rubrik: Ja + Nein)
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Die Schnulze geht ihre letzte Runde Kurt Wilhelm vom Bayerischen Rundfunk rauft sich die Haare. Er hatte ein schweres Geschütz gegen die Schlagerschnulze aufgefahren – aber die Kanone ging nach hinten los! Um alle Wald- und Wiesenlieder zu veräppeln, schrieb er einen schmalztriefenden Song, der in einer seiner ironischen Sendungen „uraufgeführt“ wurde. Das geht – auszugsweise – so: „Der alte Nachtwächter geht seine letzte Runde... eine Träne quillt ihm aus dem Auge... die Treue hält sein altes Herz in Gang...“ Der Erfolg war durchschlagend: Wilhelms Nachtwächter ist Bestseller auf dem Plattenmarkt! Die Rundfunkhörer schrieben stürmische Briefe, in denen sie die baldige Wiederholung dieses rührenden Liedes verlangten. Kurt Wilhelm hat inzwischen kapituliert. Ein tüchtiger Musikverleger hat ihm die Rechte an seinem „Nachtwächter“ abgekauft! aus: Hören und Sehen Nr. 18/1956, S. 12
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„Rock around the Donau“ Nach „Rock around the Clock“ (Bill Haley) und „Rock around the Dog“ (Carl Weismanns singende Hunde) gibt es nun auch – Pardon, wir können nichts dafür! – „Rock around the Danube“. Amerikas Schallplattenfirma Capitol brachte diese Musik mit „Klaus Hammerschmidt und seinen Heidelberger Hepcats“ heraus, eine Mischung aus Heidelberger Romantik, krachledernem Tiroler Temperament und heißem „Rock ’n Roll“, produziert im fernen Hollywood. Genügt Ihnen das? aus: Hören und Sehen Nr. 51/1956, S. 15 [Hinweis: Danube = englischer Name für die Donau.]
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Frank Sinatra, der seine Glatze mit kunstvoll gefertigten Perücken zudeckt, wird bald dem Yul Brynner ähnlich sehen. Sinatra soll in einem neuen Film Indiens Mahatma Gandhi darstellen. Gandhi war kahl. aus: Stern Nr. 20/1957, S. 69 (Rubrik: Der Star-Kasten)
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Fernseh-Rösselsprung durch Europa Warum das geplante Ruck-Zuck-Experiment mehrerer Länder bis September verschoben wurde Für die beiden Pfingsttage war den Fernsehzuschauern ein interessantes Experiment angesagt worden, das schließlich aber doch aus technischen Gründen abgeblasen wurde. Die europäischen Fernsehländer wollten Schnell-Schaltungen vornehmen und an einem Tag mehrere aktuelle Ereignisse, die an verschiedenen Orten stattfinden, übertragen. (...) aus: Hören und Sehen Nr. 24/1957, S. 12
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Nein, Rock ’n’ Roll=Sänger Elvis Presley ist kein oberflächlicher „Schlagerschreier“, wie kürzlich böse Zungen behauptet haben. Namhafte amerikanische Regisseure und Gesangslehrer bestätigen übereinstimmend, daß er ein fleißiger, ehrgeiziger und intelligenter „Schüler“ sei, der nur den Wunsch habe, zu lernen. aus: Hören und Sehen Nr. 41/1957, S. 12 (Rubrik: Ja + Nein)
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Neuigkeiten... Amerikanische Wissenschaftler richteten an den amerikanischen Kongreß das Ansuchen, ein von ihnen konstruiertes Elektronengehirn, das innerhalb einer Stunde 4000 Schlager zu komponieren vermag, unter dem Namen „Bertha" in die Liste der Komponisten einzutragen und`„ihre" Musik unter Copyrightschutz zu stellen. -so- aus: Bild und Funk Nr. 40/1958, S. 16 (Rubrik: Buntes Allerlei)
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In Programmteil zum 22.07.1979 in HÖR ZU Nr. 29/1979, S. 61, ist ein Bericht zu dem amerikanischen Spielfilm „Sklaven“ (1969). Darin heißt es: „Die schöne Negersklavin Cassy (dargestellt von Country-Sängerin Dionne Warwick) hat es als Geliebte ihres Herrn zwar besser als die anderen, ist aber auch verzweifelt.“
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