Ursula Köster

 

 

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Zur Person

 

 

Ursula Köster hatte nie den Sprung zu einer Starkarriere geschafft. Das lag unter anderem an der Uneinheitlichkeit ihres musikalischen Spektrums. Sie fing mal an mit amerikanischen Nachtclub-Liedern, wechselte dann zu Schlagern, ging zur Oper, sang dann auch Operetten-Titel und auch Volkslieder. Ein besonderes Faible hatte sie für italienisches Liedgut. Aber Vielseitigkeit war in den seltensten Fällen karrieretechnisch ein positives Moment. So kommt es, dass sie heute weitgehend unbekannt ist. Dementsprechend spärlich sind daher auch die Informationen über die Sängerin. Ihre Schallplattenaufnahmen sind ausgesprochen spärlich, ihr Terrain waren die Rundfunkaufnahmen.

 

Ursula Köster und Willy Berking beim (photogenen) Abhören von neuen Rundfunkaufnahmen für den Hessischen Rundfunk (ca. 1950/51)

 

 

Ihr Vater war Gutsbesitzer in Pommern. Möglicherweise kam sie gegen Ende des 2. Weltkrieges oder ganz kurz danach nach Westdeutschland. Die berufliche Laufbahn als Sängerin begann Ursula Köster 1946 eher zufällig. Sie bekam ganz kurzfristig die Gelegenheit,  für eine erkrankte Sängerin in einem von amerikanischen Soldaten frequentierten Nachtclub einzuspringen. Sie musste in wenigen Stunden drei amerikanische Nummern lernen. Offensichtlich hatte sie dabei ihre Sache so gut gemacht, dass sie einen Vierteljahresvertrag erhielt. Dann gelang es ihr auch beim Rundfunk Fuß zu fassen. Unter anderem machte sie beim Hessischen Rundfunk Aufnahmen mit Willy Berking und seinem Orchester. In dieser Zeit entstanden auch zwei Schellack-Platten für Telefunken.

 

Allerdings kam Ursula Köster selbst zu dem Schluss, dass „Charme und ein bißchen Stimme“ nicht ausreichend seien für eine dauerhafte Karriere. Sie absolvierte ein seriöses Operngesangsstudium bei Maria Ivogün, Michael Raucheisen und Prof. Pringsheim. Es wurde ihr die Eignung zur Opernsängerin bescheinigt – vor allem für Mozart-Partien.

 

 

Ihr Debüt als Opernsängerin gab die Sopranistin jedoch nicht in einer Mozart-Oper sondern in Puccinis „La Bohème“. Sie sang die Partie der Musette – wenn man so will die zweite weibliche Hauptrolle. Dennoch kam es nicht zu einer wirklichen Opernkarriere. Ursula Köster heiratete einen Münchener Architekten. Ob dies in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Abkehr von der Oper stand, ist mir nicht bekannt.

 

Jedenfalls kehrte Ursula Köster zur Unterhaltungsmusik zurück und hierbei vor allem zur Rundfunkarbeit. Sie arbeitete mit Leuten wie Albert Vossen, Franz Grothe, Friedrich Meyer, Walter Reinhardt, Franz Deuber und Herbert Beckh.

 

1956 war sie in einer kleinen Rolle als Sängerin in dem Spielfilm „Holiday am Wörthersee“ zu sehen und zu hören. Aber dieser Film war nicht besonders erfolgreich und bekam auch schlechte Kritiken. Das war also kein gutes Sprungbrett für eine Leinwandkarriere. 1958 wurde nochmals von einer Verpflichtung Ursula Kösters für einen Spielfilm berichtet. Ob dieser Film zustande kam und wie er hieß, weiß ich jedoch nicht.

 

Zumindest in der ersten Hälfte der 60er Jahre trat sie dann auch gelegentlich im Fernsehen auf. Die Sängerin lebte 1958 in München, ihre Hobbys waren damals Reiten und Jagen.

 

Weitere Informationen über Ursula Köster habe ich leider bisher nicht finden können.

 

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Liederverzeichnis

 

 

 

 

Die kleine Fischerhütte in Lugano

Musik + Text: Ernst Brandler

Gesang: Ursula Köster

Instrumental: Willi Stech und sein Orchester

Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: spätestens 1950

Schellack: Telefunken  A 10 926

 

 

Du denkst an mich

Autoren: B. Malosiner / Fr. Thall

Gesang: Ursula Köster

Instrumental: Willi Stech und sein Orchester

Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: spätestens 1950

Schellack: Telefunken  A 10 926

 

Jippieh

Musik: Josef Niessen / Text: ?

Gesang: Ursula Köster & Günter Schnittjer

Instrumental: Begleitorchester, Ltg.: Franz Thon

Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: 1950 oder 1951

Schellack: Telefunken  A 11 002

 

Kannst du wirklich noch nicht küssen?

Musik: Willy Berking / Text: ?

Gesang: Ursula Köster & Günter Schnittjer

Instrumental: Begleitorchester, Ltg.: Franz Thon

Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: 1950 oder 1951

Schellack: Telefunken  A 11 002

 

So schön wie heut', so müßt es bleiben

Musik: Franz Grothe / Text: Willy Dehmel

Gesang: Ursula Köster

Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: 1958

Radio: Ein fröhlicher Notenbummel  (11.10.1958  BR)

 

 

 

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Tonträger

 

 

Schellack: Telefunken  A 10 926   (spätestens 1950)

Die kleine Fischerhütte in Lugano   /   Du denkst an mich

 

Schellack: Telefunken  A 11 002

Ursula Köster & Günter Schnittjer

Kannst du wirklich noch nicht küssen?   /   Jippieh

 

 

Die Zirkusprinzessin

EP. Bertelsmann Schallplattenring  36 724

Operetten-Querschnitt

Sári Barabás, Ursula Köster, Kurt Wehofschitz, Heinz Maria Lins, die Singgemeinschaft Rudolf Lamy; das Symphonie-Orchester Graunke, Ltg. Frank Fox

 

Die kleinen Mädchen im Trikot; Ich liebe Sie; Leise schwebt das Glück vorüber; Liese, komm mit mir auf die Wiese; Was in der Welt geschieht; Mein Darling muß lieb sein; Wieder hinaus ins strahlende Licht; Wenn man das Leben durchs Champagnerglas betrachtet; Zwei Märchenaugen

 

 

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Film

 

 

 

Holiday am Wörthersee

Österreichisch-deutscher Spielfilm

Uraufführung: 26.07.1956

 

Darsteller:

Walter Müller, Wera Frydtberg, Beppo Brem, Georg Bucher, Hans Richter, Heinz Petters, Johannes Schütz, Kai Fischer, Kurt Großkurth, Kurt Weinzierl, Loni Heuser, Lotte Ledl, Marina Petrowa, Michael Burk, Trude Hesterberg, Ursula Köster

 

Regie: Hans Schott-Schöbinger

Drehbuch: Wolfgang Schnitzler

Kamera: Klaus von Rautenfeld

Bauten: Sepp Rothauer

Produktionsfirmen: Carinthia-Filmkunst GmbH (Klagenfurt); Rialto-Film GmbH (München)

Verleih: Defir

 

 

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Fernsehen

 

 

Cancan und Barkarole.

TV: 02.09.1961  ARD (BR); 20:20 Uhr (55 Uhr)

Der abenteuerliche Aufstieg des Herrn Jacques Offenbach

Von Walter Brandin

Mit Helmut Lohne als Jacques Offenbach - und Christiane Nielsen, Katren Gebelein, Ursula Köster, Charlotte Scheier-Herold, Ulrich Beiger, Paul Bös, Rolf Castell, Gerd Frickhöffer, Harry Friedauer, Hans Friedrich, Max Graf, Ferry Gruber, Harry Hardt, Harry Hertzsch, Walter Ladengast, Werner Lieven u.a.

Es singen: Lilian Benningsen, Kurt Böhme, John van Kesteren, Hanny Steffek

Es spielt das Sinfonieorchester Kurt Graunke

Regie: Arthur Maria Rabenalt

 

 

Heute abend: Ernst Stankovski

TV: 16.03.1964  ARD; 21:00 Uhr (90 Min.)

Mitwirkende: Ernst Stankovski sowie Annaluise Schubert, Ursula Borsodi, Ursula Köster, Stefania Vela, Werner Saladin, Hannes Stütz, Gene Reed

Es spielt das verstärkte Rundfunk-Tanzorchester

Musikalische Gesamtleitung: Christian Schmitz-Steinberg

Choreographie: Gene Reed

Buch: Walter Brandin

Szenenbild: Wolfgang Hundhammer

Regie: Buddy Bregman

Verkürzte Wiederholung: TV: 26.08.1975  ARD (50 Min)

 

 

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