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Nina Konsta
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Es ist ein Jammer, dass diese Sängerin so weitgehend vergessen ist. Sie hatte eine außergewöhnliche Stimme mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert. Stilistisch war sie nicht weit entfernt von Rosita Serrano, der „chilenischen Nachtigall“. Und so ist es verständlich, dass Nina Konsta manchmal auch als „griechische Nachtigall“ bezeichnet wurde. Allerdings war ihre Stimme etwas dunkler als die der Serrano.
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Leider sind mir nur sehr wenige Fakten über sie bekannt. Die Sängerin wurde am 5. März 1918 in Saloniki (Griechenland) geboren. Sie absolvierte am Konservatorium von Saloniki ein klassisches Gesangsstudium und sah ihre Zukunft zunächst auch im Opernfach. Doch irgendwann wechselte sie in die Chansonrichtung. Mit ihrer speziellen Klangfärbung war sie auch wie geschaffen für diesen Bereich.
Ihre Karriere begann freilich etwas mit Verspätung. Während ihres Studiums besuchte der argentinische Tango-König Eduardo Bianco (1892-1959) das Institut. Er war auf der Suche nach einer geeigneten Sängerin für eine Tournee. Seine Wahl fiel auf Nina Konsta. Diese sagte zu, informierte aber nicht ihr sehr bürgerliches Elternhaus. Schon den Besuch des Konservatoriums hatte sich Nina hart erkämpfen müssen. Heimlich wollte sie nach Ägypten fahren, dem Ausgangspunkt der beabsichtigten Tournee. Doch bereits in Athen wurde sie von der Polizei aufgehalten und zu ihrem Vater gebracht, der ihr nachgereist war. Es kam zu einer melodramatischen Szene: Mit einer Pistole in der Hand forderte ihr Vater sie auf nach Hause zurückzukommen. Als er damit drohte, sich selbst zu erschießen, gab sie nach und kehrte wieder zurück. Die Tournee mit Bianco war geplatzt. Es dauerte noch einige Zeit und Überzeugungsarbeit bei ihren Eltern, bis sie erstmals auf eine Tournee gehen konnte.
Sie sang in vielen Ländern und in vielen Sprachen. Im deutschsprachigen Bereich muss sie wohl schon während des Krieges gewesen sein, denn ihre Mitwirkung an einem von Victor de Kowa inszenierten Kleinkunstprogramm unmittelbar nach Kriegsende ist belegt. Das Programm hieß „Heute abend um sechs“ und hatte am 16.06.1945 in der Berliner „Tribüne“ Premiere. Außer Nina Konsta traten noch Hildegard Knef, Petra Peters, Karl Schönböck und Günther Lüders darin auf.
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Nina Konstas Vielsprachigkeit half ihr, dass man die deutsch gesungenen Worte auch verstehen konnte (im Gegensatz zu vielen Liedern der Serrano). Dennoch war sie wohl nicht für den ganz großen Publikumserfolg geschaffen. Sie machte zwar eine ganze Reihe von Plattenaufnahmen und trat in einem Film der ostdeutschen DEFA auf („Razzia“, 1947), doch einen regelrechten massentauglichen Hit hatte sie nie. Das ist aber angesichts des Repertoires auch nicht weiter verwunderlich. Da ging es Greta Keller auch nicht viel besser.
1950 lernte sie den Wiener Allround-Musiker Ernst Halletz (1923-2008) kennen. Halletz war als Sänger, Komponist und Orchesterleiter über Jahrzehnte erfolgreich. Zum Zeitpunkt des Kennenlernens war Nina Konsta allerdings noch anderweitig verheiratet, aber 1951 war sie dann geschieden. Es dauerte noch etwas, aber 1956 heirateten dann Konsta und Halletz. Die Sängerin gab daraufhin (leider) ihren Beruf auf und zog sich – wie es so schön heißt – ins Privatleben zurück.
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Sie starb im Dezember 2003 und wurde am 23.12. auf dem Grinzinger Friedhof bestattet (als Nina Halletz).
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Nina Konsta war nicht das einzige musikalische Mitglied ihrer Familie. Auch ihr Bruder wurde Sänger. Georges Athana war Tenor und hat zumindest in den späten 40er und frühen 50er Jahren in Deutschland gearbeitet. Offensichtlich sang er auch bei Operettenaufnahmen mit.
Anlässlich der Übertragung eines „Bunten Abends" aus dem Oldenburger „Ziegelhof“ zur Aufnahme des NWDR-Sendebetriebes in Oldenburg im Februar 1949 (bei dem auch Nina Konsta auftrat), wurde er in einer Programmzeitschrift kurzerhand zu „Georg Athana" eingedeutscht. Allerdings war das wohl ein redaktioneller Ausrutscher. Normalerweise blieb die Namensnennung richtigerweise Georges Athana.
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Alla en el Rancho (Auf meiner Ranch)Gesang: Nina Konsta Schellack: Odeon O-26 643
Armer GondoliereAutoren: Juan Llossas / Werner Briese Gesang: Nina Konsta Instrumental: Juan Llossas und sein Orchester
Juan Llossas gab am 14. November (Anm.: 1948) in Hamburg mit seinem Tanzorchester ein erfolgreiches Konzert in der Musikhalle. Es sangen Nina Konsta und die Geschwister Griffel. Große Beifallsstürme errang Nina Konsta erneut mit dem Tango von Juan Llossas „Armer Gondoliere". „King Stassi", Berlins großer Hawaii-Guitarrist trat ebenfalls in diesem Konzert auf. aus: Musik für Dich Nr. 4/1948, S. 2
Bei träumenden KlängenMusik: Herbert Jarczyk / Text: Bruno Balz Gesang: Nina Konsta Instrumental: Ralph Zürn und seine Solisten Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: wohl 1949 Schellack: Odeon 26 644
Bonsoir, mon bel amourAutoren: Paul Durand / Mac / Cab u. Ch. Tutelier Gesang: Nina Konsta Instrumental: Ralph Zürn und seine Solisten Schellack: Odeon O-26 799 Sprache: Französisch
Der kleine LiebesvogelMusik: Michael Jary / Text: Bruno Balz Gesang: Nina Konsta Instrumental: Werner Eisbrenner mit seinem Orchester Aufnahmejahr: evtl. schon 1946 (spätestens 1947/48) Schellack: Odeon O- 26 639
Der ReigenMusik: Oscar Straus / deutscher Text: Kurt Feltz Gesang: Nina Konsta Aufnahmezeit: 1950 oder 1951 Originallied aus dem französischen Film „La ronde“ (Der Reigen) (1950)
Die kleine Insel im blauen MeerGesang: Nina Konsta Instrumental: Michael Jary und seine Solisten Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: um 1949 Schellack: Austroton 30 016
Die Liebe ist wie ein ChansonGesang: Nina Konsta Schellack: Odeon O-26 638
Du kannst mir doch die Liebe nicht verbietenMusik + Text: Artur Beul Gesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester, Ltg.: Georg Haentzschel Schellack: Odeon O-26 840
El CumbancheroGesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester Kurt Edelhagen Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: ca. 1949 Schellack: Austroton 30 015
GuantanamoMusik: Juan Llossas / Text: ? Gesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester, Ltg.: Walter Baumgartner Schellack: Telefunken A 10 833 (Rumba)
Heut’ Nacht hab’ ich ein RendezvousMusik: Helmut Gardens / Text: Bruno Elsner Gesang: Nina Konsta Instrumental: Ralph Zürn und seine Solisten Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: wohl 1949 Schellack: Odeon 26 644
Ich bin keine Frau wie all die andernAutoren: Louiguy / deutscher Text: Gerd Karlick Gesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester, Ltg.: Georg Haentzschel Schellack: Odeon O-26 854 Originallied: Je suis une femme
Ich singe ein Lied von der LiebeGesang: Nina Konsta Schellack: Odeon O-26 638
Ja, sehen Sie, das ist LiebeGesang: Nina Konsta Instrumental: Michael Jary und seine Solisten Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: um 1949 Schellack: Austroton 30 016
La RaspaAutoren: P. Marques / Helmuth Wernicke / Günther Schwenn Gesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester, Ltg.: Helmuth Wernicke Schellack: Odeon O-26 840
O Mama, Mama, MamaGesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester Kurt Edelhagen Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: ca. 1949 Schellack: Austroton 30 015
Parlez-moi d’amourMusik + Text: Jean Lenoir Gesang: Nina Konsta Instrumental: Ralph Zürn und seine Solisten Schellack: Odeon O-26 799 Sprache: Französisch
Samba CarambaMusik: Juan Llossas / Text: ? Gesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester, Ltg.: Walter Baumgartner Schellack: Telefunken A 10 833 (Samba)
Ti-Pi-TinGesang: Nina Konsta Schellack: Odeon O-26 643
Tschica Tschica TschuAutoren: Roger Lucchesi / deutscher Text: Gerd Karlick Gesang: Nina Konsta Instrumental: Orchester, Ltg.: Georg Haentzschel Schellack: Odeon O-26 854 Originallied: Chica-Chica-Chou
Wenn Du weinstMusik: Heino Gaze / Text: Christof Schulz-Gellen Gesang: Nina Konsta Instrumental: Werner Eisbrenner mit seinem Orchester Aufnahmejahr bzw. Erstveröffentlichung: 1946 Schellack: Odeon O-26 639 CD: Deutsche Moderne 7 - Blaue Stunde - Traurig schöne Kriegstanzmusik zur Nacht (Deutsche Moderne CD 07)
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Schellack: Odeon O-26 638 (1947) Die Liebe ist wie ein Chanson! / Ich singe ein Lied von der Liebe
„Die Liebe ist wie ein Chanson“ – Nina Konsta mit Begleitorchester auf Odeon (Be 13 579). In dem aus dem Film „Razzia“ bekannten Chanson stößt die griechische Sängerin über den äußerlichen Effekt ihrer zarten Stimme in die Bereiche eines überzeugenden Ausdrucks vor. Die Begleitung des Orchesters unter Werner Eisbrenner ist dezent. – „Ich singe ein Lied von der Liebe“ (Be 13 580). Der Charme der eigenwilligen Stimme trifft sich gut mit den Klangfarben des von Werner Eisbrenner geleiteten Orchesters. aus: vier Viertel Nr. 2/1947 (2. Novemberheft 1947), S. 15 (Rubrik: Gut aufgelegt)
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Schellack: Odeon O-26 639 (1947 od. 1948) Der kleine Liebesvogel / Wenn du weinst !
„Der kleine Liebesvogel.“ – Nina Konsta und Begleitorchester unter Werner Eisbrenner auf Odeon (Be 13 578). – Das Arrangement erscheint fast konzertant, aber bei Nina Konstas eigenwilliger Stimme lockert sich der langsame Walzer zu einer guten Unterhaltungsplatte auf. „Wenn du weinst.“ – Nina Konsta und Begleitorchester unter Werner Eisbrenner auf Odeon (Be 13 545-2). – Nina Konstas Gesang dominiert. Manchmal holt sie zwar die „richtigen“ Töne etwas gewagt weit her, aber man verzeiht es ihr, denn es ist das ihr eigene Timbre ihrer Stimme, das anzieht. Das Orchester paßt sich unauffällig an. aus: vier Viertel Nr. 2/1948 (2. Januarheft 1948), S. 9 (Rubrik: Gut aufgelegt)
Unter der Bestell-Nr. O-26 639 läuft eine süße Nummer mit dem Titel „Wenn du weinst“ von Heino Gaze. Nina Konsta bringt uns diesen Slow mit sehr viel Charme und guter Intonation. Für die orchestrale Untermalung, die übrigens vorbildlich ist, zeichnet Werner Eisbrenner. Gekoppelt mit „Der kleine Liebesvogel“, einem langsamen Walzer von Michael Jary, den Rosita Serrano seinerzeit sehr populär machte, ist diese Aufnahme nicht so sehr für den Tänzer, als für den Hörer gedacht. K.H. aus: Musik für Dich Nr. 3/1948, S. 16
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Schellack: Odeon O-26 643 Alla en el Rancho Grande (Auf meiner Ranch …) / Ti-Pi-Tin
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Schellack: Odeon O-26 644 (spätestens 1949) Heut’ Nacht hab’ ich ein Rendezvous / Bei träumenden Klängen
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Schellack: Odeon O-26 799 Parlez-moi d’amour / Bonsoir, mon bel amour
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Schellack: Odeon O-26 840 La Raspa / Du kannst mir doch die Liebe nicht verbieten
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Schellack: Odeon O-26 854 (spätestens 1950) Tschica Tschica Tschu / Ich bin keine Frau wie all die andern
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Schellack: Austroton 30 015 (ca. 1949) O Mama, Mama, Mama / El Cumbanchero
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Schellack: Austroton 30 016 (ca. 1949) Ja, sehen Sie, das ist Liebe / Die kleine Insel im blauen Meer
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Schellack: Telefunken A 10 833 (späestens 1950) Guantanamo / Samba Caramba
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RazziaUraufführung: 02.05.1947
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Nina Konsta
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Rollen und Darsteller: Kriminalkommissar Friedrich Naumann.................................................................... Paul Bildt Auguste Naumann............................................................................................... Elly Burgmer Anna Naumann......................................................................................... Agathe Poschmann Paul Naumann.................................................................................. Friedhelm von Petersson Yvonne................................................................................................................. Nina Konsta Karl Lorenz, Kriminal-Anwärter.............................................................................. Claus Holm Hugo Lembke, Kriminalrat.................................................................................... Hans Leibelt Heinz Becker, Kriminal-Anwärter........................................................................ Heinz Welzel Goll, Besitzer der Alibaba-Bar................................................................................ Harry Frank Franz Mierisch, Spediteur................................................................................... Arno Paulsen Der flotte Willy..................................................................................................... Walter Gross Akkordeonistin............................................................................................ Undine von Medvey Frau Werner...................................................................................................... Martha Hubner Herr Vogel............................................................................................................ Otto Matthies Köppke.................................................................................................................. Erwin Biegel Schieber................................................................................................................. Jean Brahn
Nina Konsta singt: „Die Liebe ist wie ein Chanson“
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Regie: Werner Klingler Drehbuch: Harald G. Petersson, nach einer Idee von Klein-Buchholz Musik: Werner Eisbrenner Kamera: Friedl Behn-Grund, Eugen Klagemann Schnitt: Günther Stapenhorst Szenenbild: Otto Hunte, Bruno Monden Produktionsleitung: Willi Herrmann Produktionsgesellschaft: DEFA Atelieraufnahmen: Berlin-Johannistal Außenaufnahmen: Berlin und Umgebung Erstverleih: Sovexport-Film GmbH, Berlin
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„Unter den Darstellern fielen angenehm auf Paul Bildt und Hans Leibelt als Kommissare, Harry Frank und Edwin Biegel als Schieber, weniger angenehm Nina Konsta als Barvamp." DER SPIEGEL Nr. 19/1947
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